Alle Beiträge von Andre Bösing

Der Wassertank wird gebaut

Mit Hilfe des Missionsvereins Ewaldi wurde im Mai der Wassertank für die Schule und den zukünftigen Internatsbetrieb erstellt.  Die letzen Monate haben gezeigt, wie sehr es an Wasser mangelt. Die beiden Plastiktanks konnten nur für einige Tage die Trockenzeiten überbrücken. Dann mussten die Kinder den Einstündigen Marsch zur Quelle antreten. Eine gefährliche und anstrengende Arbeit, die zudem viel Zeit in Anspruch nahm.

Dank Ihrer großzügigen Unterstützung ist nun genug Wasser vorhanden, um die immer länger andauernden Trockenzeiten zu überwinden. Etwa 12.000 Liter fasst der unterirdische Tank, der nun noch einen Betondeckel erhält und aus dem das Wasser mit einer Pumpe in die überirdischen Tanks gepumpt werden kann.

Einen herzlichen Dank an die unermüdliche Arbeit des Missionsvereins Ewaldi!

Wir brauchen dringend finanzielle Hilfe für den Schlafsaal!

Bis zum ersten Stockwerk ist er nun fertig, der Schlafsaal, der später einmal 150 Kindern eine Heimat bieten soll. Doch die Zement- und die Transportpreise für Wasser sind so enorm gestiegen, dass das Geld des Kindermissionswerks nun aufgebraucht ist. Es fehlt jedoch das Obergeschoss und das Dach.

Noch immer müssen viele der Kinder in den Klassenräumen übernachten und es gibt viele Kinder, die von weit außerhalb kommen oder oftmals keine Familien haben, wo sie bleiben können, denn ihre Eltern sind an Aids verstorben. Wir bitten daher um Hilfe für die Fertigstellung des Schlafsaals.

Jeder Cent ist eine große Hilfe.

Internationales Kulturfest am Grundschulverbund Diepenbrock

Am Samstag, den 02.06.2012 fand in der Zeit von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr, organisiert von den Mitarbeitern der Offene Ganztagsschule des Grundschulverbundes Diepenbrock, auf dem Schulhof ein Internationalen Kulturfest statt.

Am internationalen Buffet wurden landestypische Speisen angeboten. Des Weiteren gab es eine große Auswahl an der Kuchentheke. Mit dem bunten Programm wollten die Mitarbeiter einen Einblick in die Vielfalt der verschiedenen Kulturwelten an der Schule geben.

Gleichzeitig konnten sie hierdurch Eltern und Schüler animieren den Blick über den eigenen Tellerrand zu öffnen, indem sie von Kindern unseres Projektes in Ugander erfuhren und hierfür den Erlös des Festes sammelten. Mit 500,- Euro helfen die SchülerInnen und Lehrer beim Bau des neuen Schlafsaals.

Lara Uhlenbrock arbeitet für 3 Monate im Projekt ECEF mit

Es ist ihr großer Wunsch gewesen, eine Zeit in Afrika das Leben der fremden Kultur kennen zu lernen. Nun ist er wahr geworden. Seit Anfang Juli ist Lara als Praktikantin in der Ewaldi Community School  eingesetzt. Hier wird die gelernte Krankenschwester mit den Kindern arbeiten und auch in der „Community“, dem  Umfeld der Schule, wo wir Kinder aus von Aids betroffenen Familien Hilfe geben.  Sie wird an der Schule wohnen und mit William, dem Administrator und Francis, dem Schulleiter in enger Zusammenarbeit ihre Zeit organisieren.

Wir wünschen Lara eine gute Zeit und viele neue Erfahrungen.

Licht für Kinder in Uganda …. und was man sonst noch alles mit Strom machen kann

Die Bocholter Energie Werke (BEW), die Firma Tekloth, Elektro Benning und die Organisation „Solar World“ engagieren sich für den Aufbau einer Solaranlage auf dem Schulbau der Ewaldi Community School.

Zu Beginn war es ein Traum, ein unerreichbares Ziel, doch nun scheint das Ergebnis zum Greifen nahe… eine Solaranlage für die Beleuchtung der Schule in Uganda.

Es ist nicht leicht Hilfe zu den Menschen zu bringen, wo sie diese benötigen – abseits der großen Städte und Zentren. Dieses Phänomen stellen zur Zeit die 14 Bocholter fest, die im Herbst 2012 die Schule in Uganda besuchen werden. Einige von ihnen kennen bereits die Schule vom Besuch 2010 und haben schon damals feststellen können, was es bedeutet in einem großen Schulkomplex zu leben und lernen, wenn es keinen Strom und damit kein Licht gibt. Letztlich wurde das Leben für die steigende Schülerzahl und mit dem Ausbau des Internat Bereichs immer schwieriger und unsicherer ohne Strom. Am einfachsten wäre eine Stromleitung, die Strom geben würde, doch schnell mussten wir feststellen, dass diese Lösung nicht für den ersehnten Strom sorgen würde, denn die ugandischen Elektrizitätswerke liefern keinen oder nur sehr selten Strom in die Region Nakaseke, da sie keine wirtschaftliche Bedeutung für das Land hat. So blieb nur die so genannte „Insellösung“.

Im letzten Jahr entstand die Idee zu dieser Lösung. Die BEW erklärte Bereitschaft sich an einem Projekt zu beteiligen, welches nicht nur für Strom in der Schule sorgen würde, sondern ebenfalls mit der regenerativen Energie des Solar eine nachhaltige Lösung für die Stromfrage bieten solle. Doch die Umsetzung einer Solaranlage in Afrika war weder einfach noch günstig zu gestalten. Mit Experten der Firma Tekloth Und dem Solaringenieur Daniel Kühler, der ebenfalls an der Fahrt im Oktober teilnimmt konnte eine Anlage zusammengestellt werden. An dem professionell ausgearbeitete Konzept beteiligten sich auch Tekloth, Solarworld und die Firma Benning.

 

Dieses war der Beginn eines sozialen Abenteuers. Für die Gruppe der Mitfahrer ein Erlebnis mit neuen Erfahrungen und Erkenntnissen, wie zum Beispiel die Frage nach dem Transport, der Verpackung und der Installation einer solchen Anlage.

Selbst für die Experten der Firma Tekloth gab es neue Erkenntnisse, denn eine „Inselanlage“, d.h. eine Solaranlage ohne Netzanschluss gibt es in Deutschland normalerweise nicht.

Die Anlage, die die Schule erhält wird mit 48 großen Hochlastbatterien ausgestattet sein und 8 KW für die Beleuchtung und weitere sinnvolle Verbraucher in der Schule liefern.

Auf den Fotos ist die Probeinstallation der Anlage in der Firmenhalle von Tekloth zu sehen. Ab jetzt wollen wir in geregelten Abständen über den Stand der Dinge und das spannende Abenteuer berichten. Wir wollen zeigen, wie die Kinder durch den neu gewonnen Strom profitieren werden und wie ihre Reaktion sein wird. Weiteres in den nächsten Berichten.

 

Letzte Informationen vor der Fahrt 2012

André schreibt: Wegen des Containers war heute bei Kühne und Nagel, habe die Plombe abgeholt und sie befestigt….
(Franz, habe dich leider nicht angetroffen, sonst hätte ich gerne noch einmal in den super gepackten Container hereingeschaut.) In diesem Sinne auch Dank an Stefan, der ja alles Weitere in die Hand genommen hat.

Dann war ich bei Tekloth, habe mit Kühne und Nagel gesprochen, und wir bekommen wahrscheinlich doch einen früheren Termin für die Verschiffung. Auch Steven hat jetzt die Dokumente für die Auslösung aus dem Hafen bekommen.

Jetzt muss Kühne und Nagel noch einen Transporter organisieren, der den Container direkt aufladen kann. Hoffe das klappt, sonst brauchen wir noch einmal Christoph Schares.

Ich hoffe, dass jetzt wirklich alles klappt.
Danke für all euer Engagement und gute Fahrt!
Liebe Grüße
Andre

Noch einen Monat ist Lara Uhlenbrock in Uganda.

Hier lernt sie nicht nur die jungen Menschen an der Schule kennen, sondern auch die direkten Nachbarn aus Nakaseke: Meerkatzen!

Lara Uhlenbrock lebt auf dem Schulgelände in einer Lehrerwohnung und engagiert sich in verschiedensten Bereichen der Schule. Sie unterstützt die Lehrer, arbeitet praktisch mit auf dem Schulgelände und wird von William, dem Schuladministrator betreut.

Noch einen Monat bleibt die junge Krankenschwester in Uganda. Steven Sango freut sich über die gemeinsame Zusammenarbeit und erlebt sie als absolute Bereicherung für die Schule und die dort lebenden Kinder.

Schon im Januar wird es eine neue Praktikantin für zwei Monate aus Bocholt geben. Ab dem nächstem Jahr werden wir in Zusammenarbeit mit der staatlichen Organisation „Weltwärts“ Jahrespraktikanten aufnehmen, die ihr FSJ an der Schule absolvieren können.

Setex gewinnt Flender-Drives-Turnier gegen Borgers

(BBV 26.6.2012)

Das Team der Dingdener Firma Setex hat erstmals das Flender-Drives-Turnier gewonnen. Die Mannen von Setex setzten sich im Endspiel mit 2:0 gegen das Team Borgers durch.

Und noch weitere Sieger gab es bei dem Wohltätigkeitsturnier. Auch wir haben gewonnen! Unsere Schule in Uganda hat den Erlös von
2000,- Euro für den Bau des Schlafsaals erhalten.

Wir freuen uns sehr, dass die Bocholter Wirtschaft wieder einmal den Blick auch auf die Menschen gerichtet hat, die unter den ärmsten der Armen sind und die nicht direkt ins Auge fallen, wenn in Bocholt ein Fußballturnier ausgerichtet wird.

Einen herzlichen Dank an alle Mitspieler und Organisatoren des Flender Drives Wohltätigkeitsturnieres!

Ossibi otya!

Das ist Luganda und bedeutet übersetzt „Guten Tag“. Diese und viele weitere Wörter haben wir in den sechs Monaten, die wir bereits in Uganda an der Ewaldi-Community-School sind, schon gelernt. Wir, die Voluntäre, Greta Lüking aus Coesfeld und Clara Schüppler aus Münster, haben in unserer bisherigen Zeit in Uganda schon viel erlebt, wovon wir euch berichten möchten:

Ende August stiegen wir als frisch gebackene Abiturientinnen in den Flieger nach Uganda, um unseren einjährigen Freiwilligendienst hier an der Schule anzutreten. Ein Jahr weit weg von Zuhause, der Familie, Freunden – ob das wohl gut gehen würde? Doch wurden wir so herzlich und offen empfangen und aufgenommen, dass wir uns   direkt wohl fühlten.

Während wir morgens als „Teachers“ selbst unterrichten, verbringen wir die Nachmittage draußen mit den Kindern, spielen auf unserer  Terrasse, helfen beim Waschen, basteln und malen…
Das Leben auf dem Schulgelände gefällt uns sehr gut: es ist immer etwas los, man findet jederzeit Jemanden zum Reden und wir konnten von Anfang an bei Tätigkeiten wie Kochen, Gartenarbeit und Wäschewaschen mit anpacken.
Zunächst zeigte sich das Unterrichten als Herausforderung, vor allem weil wir in unserer ersten Schulwoche öfter spontan vor einer Klasse standen.

Doch inzwischen sind wir routinierter und an die Anrede „Teacher Greta“ und „Teacher Clara“ gewöhnt. Wie schnell das gehen kann, wobei wir vor einigen Monaten doch noch selbst zur Schule gegangen sind…

Dreckige Füße, Blasen an den Fingern vom Stifte anspitzen, kleine Wasserschlachten beim Baden der Kinder, kleine Wunden vom Wäschewaschen mit der Hand, Fangenspielen im Schlafsaal- das alles ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Nur einen Monat nach unserer Ankunft stand für uns bereits die erste Reise an: Gemeinsam mit Stephen und Annet machten wir uns auf den langen Weg (26 Stunden Autofahrt!) nach Iringa zur Partnerschule, die ihr Jubiläum feierte.

Dies war zugleich ein Test für den nächsten Besuch in Iringa im Mai, dann allerdings mit Schülern und einigen Lehrern. Kaum waren wir zurück stand der nächste Besuch an: Muzungu – Ansturm aus Deutschland! Achtzehn Weiße aus Bocholt kamen mit viel Gepäck, um die Schule und Uganda kennenzulernen. Neben des St. Martins-umzugs samt guter Vorbereitung, Sport- und Spielnachmittagen, einer Baumpflanzaktion in Semuto und den Besuchen einiger Familien in der Community stand als besonderes Highlight der neue Ofen im Mittelpunkt.

Mit Brötchen- und Kuchenbacknachmittagen wurde der Ofen eingeweiht. Und das Ergebnis testeten wir am Abend bei einer gemeinsamen Party mit den Lehrern am Lagerfeuer.

Um auch etwas vom Land zu sehen unternahmen wir eine Safari durch den Queen Elizabeth Nationalpark, verbrachten zwei Nächte am wunscherschönen Lake Bunyonyi, besichtigten die Nilquelle in Jinja und ertranken fast beim Rafting. Aber zum Glück nur beinah, denn ansonsten wären uns viele schöne Backaktionen (unter anderem Pizza und Fantakuchen für die gesamte Schule), Helfen bei den Prüfungen und das Verabschieden der Kids in die Ferien, entgangen. Mitte Dezember starteten wir unsere Reise mit einigen Mitfreiwilligen nach Sansibar, wo wir die Feiertage am Bilderbuchstrand verbrachten und anschließend unser einwöchiges Zwischenseminar in Bagamoyo hatten.

Nun sind wir schon seit einigen Wochen wieder hier an der Schule, doch bis Ende Februar haben die Kinder noch Ferien – dieses Jahr besonders lang wegen der Präsidentenwahlen. Damit uns nicht langweilig wird, haben wir begonnen, den Schlafsaal der Kinder zu streichen. Waren die Räume vor Kurzem noch grau und wirkten eher

trist, so sehen sie jetzt in einem hellen Cremeton viel wohnlicher aus. Wir sind schon gespannt auf die Reaktion der Kinder, wenn sie zurückkommen…

Und auch auf dem Schulgelände wird momentan Einiges verändert. Die Büsche neben der Mainhall wurden entfernt und durch Mauern ersetzt und der Bau der neuen Küche begann Anfang Februar. Nachdem wir nun schon so viel in unserer bisherigen Zeit in Uganda erleben durften, freuen wir uns auf eine hoffentlich ähnlich schöne zweite Hälfte unseres Jahres.

Welaba! Clara und Greta

 

Der Countdown läuft!

Am 9. Oktober geht es los! Mit viel Gepäck und Motivation werden die Mitfahrer am Montag des 9. Oktober in der Kirche von St. Ewaldi den Aussendungssegen von Pastor Andreas Hagemann bekommen. Ein Segen, der die Mitglieder aber auch die Arbeit in dem Projekt mit Gottes Kraft beseelen soll.

Den brauchen die Mitfahrer auch, denn es gibt viel zu tun und die Erfahrungen die die Gruppe machen wird, sind extrem. In Nakaseke wird es wieder einmal ein Treffen mit einer völlig anderen Kultur, Sprache und Umgebung geben. Aber auch die Eindrücke von der Armut in der Umgebung der Schule sind jedes Mal wieder eine persönliche Herausforderung.

Die Reisenden wollen zusammen mit den Ugandern und Steven als Koordinator die Solaranlage auf dem Schuldach anbringen, als auch Begegnungen mit den Kindern und Erwachsenen der Umgebung schaffen.

Sehr interessiert sind die Fahrer auch jetzt schon , wie sich die Schule und die Kinder entwickelt haben, denn bei der letzten Fahrt war der Schlafsaal erst in den Kinderschuhen. Hier gibt es noch viel zu tun, denn ab Januar sollen die Kinder in den neuen Räumen schlafen und den inzwischen viel zu engen Klassenraum verlassen.

Natürlich wird es bei dieser Fahrt auch wieder viele Begegnungen mit den Patenkindern geben. Viele von ihnen sind auf der Ewaldi Community School.

Daher möchten wir ganz herzlich anbieten Briefe und kleine Dinge mit zu den Kindern zu nehmen. Da häufig die Frage kommt, wass sich als Geschenk eignet, möchte ich hier nochmal den Tip geben Fotos und Erlebnisberichte vom eigenen Leben und dem Leben in Deutschland zu schicken. Anstelle von materiellen Geschenken ist es eher möglich einen Geldschein in den Brief zu legen… Doch da ist guter Rat schwer zu geben… Die Briefe können bis Freitag Morgen, den 5. Oktober im Pfarrbüro St. Ewaldi abgegeben werden.

Es ist ehrlich, wenn ich sage, dass wir uns auch besonders über finanzielle Unterstützung freuen, die wir mitnehmen können. Für die Fortsetztung des Schlafsaals und die Einrichtung der Nähschule benötigen wir Unterstützung, denn viele der Kinder, die die Schule besuchen leben zur Zeit noch in unhaltbaren Zuständen.

Wer sich bei dieser Unterstützung beteiligen will, kann ebenfalls das Geld direkt im Pfarrbüro abgeben oder auf das Spendenkonto: 5590906 bei der Volksbank Bocholt eG BLZ 42860003 überweisen.

Wir danken für die Unterstützung!

Einen ausführlichen Reisebericht und die Briefe der Kinder wird es am Montag, den 29. November um 19.00 Uhr im Pfarrheim Ewaldi geben.